29. Mai 2013

blockupy: Theorie und Praxis

Kurz vor Beginn der Aktionstage "blockupy 2013" möchte ich auf zwei kurze Schriften hinweisen.
Blockupy Banner

1. Theorie:

Die Aktivitäten von Zentralbanken erscheinen meistens als rein technische Verfahren: Bereitstellung von Geld, Senkung und Erhöhung des Leitzinses, Sicherung der Liquidität von Privatbanken, Verhinderung von Inflation und Deflation. Der Eindruck des bloß technischen und neutralen Charakters von Zentralbankaktivitäten wird noch dadurch verstärkt, dass Zentralbanken gemäß der neoliberalen Ideologie von der Einflussnahme von Regierungen und Parlamenten «unabhängig» sein sollen. Tatsächlich verbirgt sich jedoch hinter dieser vermeintlichen Entpolitisierung eine gezielte Festlegung der Zentralbanken auf die Vorgaben neoliberaler Geldpolitik. Da Zentralbanken in den gesellschaftlichen Verteilungskonflikten eine wesentliche Rolle spielen, geriet die Europäische Zentralbank (EZB) denn auch in der Krise wie kaum ein anderer europäischer Staatsapparat ins Handgemenge politischer Auseinandersetzungen, auch innerhalb der herrschenden Klassen, und wurde zu einem der wichtigsten Akteure der autoritär-neoliberalen Krisenpolitik.
Weiter im PDF.

Die radikale Schlussfolgerung der Autoren:
Notwendig wäre also eine Vergesellschaftung nicht nur des Finanzsektors, sondern aller kapitalistischen Unternehmen. Dies würde bedeuten, dass die Lohnabhängigen sich die Produktionsmittel aneignen und selbst kollektiv entscheiden, was und wie produziert wird. Eine solche Koordination der gesellschaftlichen Produktion ex ante würde allerdings die nachträgliche Validierung gesellschaftlicher Arbeit durch den
Austausch der Arbeitsprodukte als Waren gegen Geld letztlich obsolet machen. Dies wäre das Ende der Zentralbanken und der Geldwirtschaft insgesamt.


2. Praxis:
Guide zu Bezugsgruppen, Dos und Don'ts, Aktionsformen und weiteren Infos zu blockupy 2013

Alle weiteren aktuellen Infos gibt's auf http://blockupy-frankfurt.org/.
See you in the streets!

P.S.
Auch antikapitalistischer Protest kostet Kohle. Hier könnt ihr spenden.
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