20. Dezember 2018

Muss ich Arier sein? Umgang mit Antisemitismus im Alpenverein und Demokratie

Ich möchte gerne auf eine außergewöhnliche Veranstaltung im Rahmen des Gedenktags für die Opfer des Nationalsozialismus hinweisen:

„Wer Mitglied werden will, muß arischer Abstammung sein“
Lehren aus dem Umgang des Alpenvereins mit Antisemitismus

Vorträge und Diskussion zur Frage, was wir daraus für demokratisches Engagement heute lernen können


Dienstag, 29. Januar 2019, 17 Uhr, im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Albert-Schweitzer-Str. 113, 55128 Mainz 


Der Kölner Alpenverein nahm ab Mai 1933 keine jüdischen Mitglieder mehr auf. Unter den Gründungsmitgliedern der Sektion waren noch 14% Jüdinnen und Juden. 1934 folgte die Einführung des „Arierparagraphen“: „Wer Mitglied der Sektion werden will, muss arischer Abstammung sein“. Die Schicksale ihrer jüdischen Mitglieder hat diese Sektion in einer Studie (Link unten) aufgearbeitet. Sie ist die Grundlage ihres demokratischen Engagements für eine aktive Erinnerungskultur.

Der Vorsitzende der Sektion Rheinland-Köln des Alpenvereins, Karl-Heinz Kubatschka, und der Autor der Studie, Dr. André Postert, werden Beweggründe und Konsequenzen der Studie vorstellen und diskutieren, welche Erkenntnisse daraus für den Umgang mit Antisemitismus, Rassismus und Demokratiefeindlichkeit gezogen werden können.

Eintritt frei.

Einladungsflyer: http://www.zgv.info/fileadmin/Daten/Veranstaltungen_Downloads/2018/Einladung_Gedenktag_Finale3.pdf

Hintergrundinfos:
"Wer Mitglied werden will, muß arischer Abstammung sein."
Der Antisemitismus in der Sektion Rheinland-Köln des Alpenvereins (Studie, 2016)
https://www.dav-koeln.de/pdf/gletscherspalten/gl_2016-1_ns-doku.pdf

Themenseite Antisemitismus der Kölner DAV-Sektion mit Doku u.a. zu Stolpersteinverlegungen für ehemalige jüdische Mitglieder:
http://www.dav-koeln.de/cgi-bin/page.cgi?85

"Ausgeschlossen - Jüdische Bergsportler und der Alpenverein",
Broschüre des Deutschen und des Oesterreichischen Alpenvereins (2012):
https://www.alpenverein.de/chameleon/public/129678a1-b3bc-83e8-d38e-8e46e708032a/Ausgeschlossen_22573.pdf

Veranstalter und Veranstaltungsort:
Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung
der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau

Anmeldung erbeten bis 18.01.2019 bei: Bianca Hahn, Telefon: 06131 28744-0, E-Mail: b.hahn[at]zgv.info

Kooperation:
Umweltministerium Rheinland-Pfalz (Förderer)
Kompetenznetzwerk "Demokratie Leben!" in Rheinland-Pfalz
Deutscher Alpenverein - Sektionen Köln-Rheinland und Mainz

Vogelsberg: Eine Region lebt Demokratie

Ich empfehle einen besonders sehenswerten Film über die Partnerschaften für Demokratie im Vogelsbergkreis und in der Stadt Alsfeld:
"EINE REGION LEBT DEMOKRATIE".
Screenshot www.vielfalt-im-vb.de/projekte/filmbeitrag-2018.html 
Schaut Euch mal an, was es in meiner Heimat für engagierte Leute gibt unter www.vielfalt-im-vb.de/projekte/filmbeitrag-2018.html #demokratieleben


8. August 2018

How about living in a "Hobbit Home"?

Maybe you are wondering during this super hot summer what you could do to reduce the human impact on climat change. There is a movement of people building low impact homes, sometimes resembling a Hobbit hole. Check it out.
Videolink

More information:
simondale.net/house/why.htm 
www.beingsomewhere.net

14. Juni 2018

Nationalstolz, Völkerverständigung und Fußball

Ich bin ja kein Fan von Schopenhauer, aber das Zitat passt derzeit doch sehr gut:

"Die wohlfeilste Art des Stolzes hingegen ist der Nationalstolz. Denn er verrät in dem damit Behafteten den Mangel an individuellen Eigenschaften, auf die er stolz sein könnte, indem er sonst nicht zu dem greifen würde, was er mit so vielen Millionen teilt. Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, auf das er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, um stolz zu sein."

Arthur Schopenhauer, Aphorismen zur Lebensweisheit, Kapitel IV

Und wenn der Ball ab heute in Russland rollt und wir bei Philosophie sind, hier ein Klassiker von Monty Python:

Videolink

Genießt den Sommer, von mir auch auch die WM, und geht mal wieder raus Fußball spielen und Leuten begegnen. Richtig gemacht kann Fußball dabei helfen, uns näher zusammenzubringen über Nationalgrenzen und Zuschreibungen hinweg.

Zum Hintergrund:
“Man toleriert, doch es bleibt nicht haften” – Fremdenfeindlichkeit zur WM
„Wie nationale Massenzeremonien des 19. Jahrhunderts“
Wie Nationalismus, Patriotismus und Fremdenfeindlichkeit miteinander zusammenhängen
 
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