5. November 2010

Der Castor rollt, Repression jetzt auch im Web 2.0

Die neueste Reaktion des Staates auf entschlossene Atomkraftgegner_innen ist die Aussage der Staatsanwaltschaft Lüneburg, die bereits gegen die Initiator_innen und Unterzeichner_innen der Absichtserklärung, den Castor (bzw. die Gleise) schottern zu wollen, ermittelt, auch Ermittlungen gegen  die zur Zeit über 4400 Facebook-Fans der Kampagne nicht auszuschließen. Es soll also genügen, den "gefällt mir" Button auf Facebook anzuklicken, um zu einer Straftat aufzurufen und dadurch mit Geld- oder Freiheitsstrafe belangt zu werden...
Gerade nach der offiziell beschlossenen Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke in der BRD ist es umso wichtiger, massiv dagegen zu demonstrieren und den Widerstand zu verstärken. Solch billigen Einschüchterungsversuche sollten niemanden verunsichern, sondern eher klarmachen, dass der entschlossene Protest Wirkung zeigt. Gegen die Angriffe des Staates hilft nur unsere schärfste Waffe: die Solidarität.
Oder anders gesagt: der Mobilisierungsschub kommt aber auf den letzten Drücker ;)

Auch der NDR berichtet über neue Formen von Protest und Vernetzung und mögliche rechtliche Folgen unter dem Titel "Widerstand 2.0".

Update 6.11. 11 Uhr
Der erwartete Mobilisierungsschub im Web 2.0 tritt tatsächlich ein: Aktuell gefällt schon 5500 munter diskutierenden Menschen Castor schottern auf facebook - danke, liebe Staatsanwaltschaft! Auf dich ist eben Verlass, wenn es drauf ankommt - siehe z.B. die antifaschistische Mobilisierungshilfe zum 13. Februar in Dresden ;)
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