17. Dezember 2006

Rückblick aufs "Enteignungswochenende"

Der Workshop in einer Kleingruppe mit neun Leuten dauerte von Freitag Nachmittag bis Sonntag Mittag. Inhaltlich ging es um Marx, und zwar haben wir uns zentrale Elemente der marxschen Theorie durch Lektüre ausgewählter Orginaltexte und anschließende offene Diskussionen darüber selbst erarbeitet. Der beste Text war eine sehr lange aber auch verständliche Rede Marx' über Lohn, Preis, Profit, in der er seine Werttheorie darlegt und gut begründet.
Schließlich bearbeiteten wir am Sonntag den Aufhänger des Seminars, nämlich Marx' Einstellung zu Studiengebühren. Er war zu seiner Zeit logischerweise für Studiengebühren, weil die Unis ausschließlich für die herrschende Elite bestimmt war. Er wollte aber die Bildung der Bevölkerungsmehrheit ausbauen und von der staatlichen und kirchlichen Beeinflussung befreien. Bei den heutigen Massenunis wäre Marx mit Sicherheit auch gegen Studiengebühren und für eine Finanzierung über ein gerechtes Steuersystem, das ja von rosa-grün abgeschafft wurde (60 Milliarden Steuergeschenke an Unternehmen, Aussetzung der Vermögenssteuer, Senkung des Spitzensteuersatzes um 12 ProzentPUNKTE, also um fast ein Viertel, Minijobs, Hartz IV...).
Nett war übrigens, das Jonas von der SL aus Marburg da war und wir vier Menschen aus Gießen und zwei aus Frankfurt kennengelernt haben.
Die Tagung war so toll, dass ich gar auf die Party von Raf und Bassi verzichtet habe!
Bei Bedarf kann ich so einen Einführungskurs zu Marx gerne in Marburg anbieten!
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