15. September 2007

Erster Tag in Jerusalem

Am Morgen des 5.9. fuhren wir nach einer Reflexionsrunde in Givat Haviva nach Jerusalem, wo wir noch vorm Einchecken ins Hotel eine interessante laengere Stadtbesichtigung unternahmen, bei der wir u.a. den Tempelberg und einen grossen Teil der Stadt von einem gegenueberliegenden Huegel bestaunen konnten. Noch am selben Tag diskutierten wir mit zwei orthodoxen, nationalreligioesen JuedInnen, einer Mutter und ihrem aeltesten Sohn, den Einfluss der juedischen Religion im israelischen Alltag. In den fast drei Stunden lernte ich sehr viel Neues und Unerwartetes, z.B. dass in der Talmut-Schule, die der junge Mann Yonathan besucht, die Lehre vertreten wird, dass das Judentum eher Kultur denn Religion sei und es weder Gott noch Leben nach dem Tod gebe, sondern das Paradies im Diesseits verwirklicht werden solle! Weiterhin wurde neben zahlreichen anderen Themen ueber die "Unreinheit" von Frauen im orthodoxen Judentum, die AnhaengerInnen desselben waehrend und noch einige Tage nach der Regel verbietet, Sex zu haben und dieses Verbot besagt auch, dass das Paar erst miteinander schlafen darf, wenn sich die Frau in einem rituellen Bad "gesaeubert" hat! Neben interessanten Infos und Einsichten in religioeses Denken gab es also auch einige Kritikpunkte im Gespraech, wie das patriarchale Verbot beispielhaft zeigt.

Und nun gibt es reichlich Bilder vom ersten Tag in Jerusalem:

Palaestinensische Siedlung in der West Bank auf dem Weg nach Jerusalem

Teil des Westjordanlands hinter einem Zaun

Gebiet des Westjordanlands, in dem Beduinen leben

Teil der "Sicherheitsmauer" mit Wachtuermen

Palaestinensisches Dorf mit Moschee

Eine Luecke in der Mauer

Matthias vor dem Tempelberg in Jerusalem

Suess, nicht?

Russisch-Orthodoxe Kirche

Tor mit Einschussloechern

Es gibt hier zahllose mehr oder weniger witzige T-Shirts:

Ist wohl was Wahres dran in Israel: Guns 'N' Moses










Strassenmusik gab's auch

Al-Aqsa-Moschee

Felsendom auf dem Tempelberg

Die Klagemauer (Western Wall)

Spiegel zur Sicherheit/Uebersicht in der Altstadt


Die Grabeskirche:


Innen:

Bildnis

Hier soll Jesus gelegen haben und gesalbt worden sein: PilgerInnen beruehren und kuessen deshalb das alte Gestein

Teilweise singende PilgerInnen in der Warteschlange

Am "Nabel der Welt": Spendenbox...

Ran ans reichhaltige Buffet!

Politischer Stadtrundgang Teil 8

Wenn ich schon keine Israel-Bilder hochladen kann, gibt es wenigstens den neuesten und vorerst letzten Teil des Stadtrundgangs. In der Serie der politischen Bilder aus meiner Umwelt möchte ich heute einige aus Kassel, Friedberg, Frankfurt und Mainz zeigen.

"Alle Menschen werden Schwestern"


Lieber antinationalistisch als kopflos

Scrabble mal anders: RIOT

Es lebe die Ehe, es lebe die P(artei)BC...


CDU: "2006-2010 für Sie breit"

konsumiere oder finde Alternativen...

hieß das nicht mal anders? ;-)

14. September 2007

Givat Haviva

Am 4.9. hatten wir einen Studientag zu Fragen der juedisch-arabischen Koexistenz, der in der Bildungsstaette der Vereinigten Kibbuzbewegung in Givat Haviva begann. Dieser beinhaltete Informationen ueber den Alltag der palaestinensischen Minderheit in Israel und die juedisch-arabischen Jugendprojekte Peace Insight und Children Teaching Children. Bevor wir den Tag mit dem Abendessen in einem arabischen Restaurant passend abschlossen, unternahmen wir eine ausfuehrliche Tour entlang der Gruenen Linie und des "Grenzzauns" mit Gespraechen mit ansaessigen Israelis und Palaestinensern. Waehrenddessen besuchten wir auch ein Dorf, das durch die Gruene Linie in einen palaestinensischen und einen israelischen Teil gespalten wird. Insgesamt war die Fuehrung sehr aufschlussreich, weil wir einen sehr guten Ueberblick ueber die geographische und geopolitische Situation bekamen: Israel und Palaestina sind unglaublich klein, was bedeutet, dass die Konfliktparteien sehr dicht beeinander sind, auch wenn diese mittlerweile durch einen Zaun und teilweise durch eine bis zu neun Meter hohe Mauer getrennt sind. Sie muessen fuer eine friedliche Loesung eng zusammenarbeiten. Ob das momentan wahrscheinlich oder ueberhaupt moeglich sein kann, wird hoffentlich in den naechsten Beitraegen deutlicher.

Hof vor dem Speisesaal in Givat Haviva

Im Schulungsraum in Givat Haviva

Grossartiges Tafelbild

"ACAB" an der Tafel, tststs...

Bustour entlang der Gruenen Linie und des "Grenzzauns"

Hier war eine Siedlung geplant, aber ausser Infrastruktur ist nichts da

Eine juedische Siedlung

Blick auf die Westbank

Noch ein Blick auf die Westbank

Meine Reisegruppe vor dem letzten Zipfel Israels westlich der Gruenen Linie

Der "Sicherheitszaun"

Ein Checkpoint

Voellig ueberladener Bus vor dem Checkpoint

Strassenschilder in hebraeisch, arabisch und englisch

Tor einer juedischen Siedlung

Bilder der geteilten palaestinensischen Dorfes

Moschee

Blick vom Fusse der Moschee

Es gibt hier keine richtige Muellentsorgung: Es liegen u.a. DB-Euro-Paletten rum...

Kinder, die uns beobachten

Arafat lebt...

Siehe da: die Gruene Linie ;-)
(sie ist tatsaechlich an dieser Stelle)

Im arabischen Restaurant

13. September 2007

Dritter Tag in Tel Aviv

Am 3. September, dem drittem Tag in Tel Aviv, gab es zunaechst eine Diskussionsveranstaltung ueber die Rolle der Armee in der israelischen Gesellschaft und die Folgen des Zweiten Libanonkriegs. Anschliessend trennte sich die Gruppe, um an zwei unterschiedlichen Veranstaltungen teilzunehmen: Der eine Teil besuchte den israelischen Armeesender, der Rest (inklusive mir) diskutierte mit VertreterInnen von Jugendorganisationen. Dies waren die Likud Youth, die nationalreligioese Bnei Akiva, die parteiunabhaengige, sozialistisch orientierte Hanoar Haoved velomed und Peace Now (Schalom Achschav). Die jungen Leute tauschten sehr kontroverse Positionen von Friedensloesungen bis zum Propagieren eines Grosz-Israels, bewahrten dabei jedoch eine erstaunliche Diskussionskultur. Nach einem Austausch der Erfahrungen beider unserer Gruppen wurden die beiden ersten Teile der Trilogie Good Morning Israel vom Regisseur selbst praesentiert und zur Diskussion gestellt. Obwohl wir am naechsten Tag sehr frueh losfuhren, hatte ich mit einigen Leuten noch einen schoenen Abend am Strand.

Unser Hotel in Tel Aviv unweit vom Strand

Blick aus dem Hotelzimmer aufs Mittelmeer

Nach der Diskussion mit den Jugendorganisationen

Filmvorfuehrung: Good Morning Israel
 
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