8. Februar 2010

Naziaufmarsch in Dresden blockieren

Die Mobilisierung zum 13.2. in Dresden (diese Woche Samstag!), an der ich mich hier durch Blogbeiträge, Pagepeel und Links gerne beteilige, läuft auf Hochtouren. Von Marburg aus wird es beispielsweise drei Busse geben! Karten sind wieder im Antiquariat Roter Stern verfügbar.
Zum Aufwärmen hier noch ein kämpferischer Mobiclip.
Musik: Fight - Conexion Musical (Rap aus Berlin) vom Album Nicht hingenommen. Weitere Infos auf youtube.

6. Februar 2010

Everything is OK on the NY subway

Here's a nice video from the NY subway, a usually not so happy place transformed into a space of "love, peace and happiness". Maybe you say it's corny or only something for hippies but I think it's kinda nice to open public spaces for kindness, respect, warmth and solidarity for fellow human beings.

3. Februar 2010

The stimulator on olympic resistance and more

Here comes the latest show from the stimulator featuring radical sports writer Dave Zirin on the Olympics in Vancouver, Howard Zinn, Anti-Flag, information on climate change and more. Enjoy! You can find Dave's latest interesting article on the Olympics here or here. For the Olympic Resistance check www.no2010.com or stim's No 2010 category.
Up to date coverage from the streets of Vancouver can be found here:
http://2010.mediacoop.ca - for up to the minute updates, tweets, photos, videos
http://vancouver.mediacoop.ca - for more in depth stories and analysis
I won't be in Canada before the end of May but I hope the "motherfuckin' resistance" (as stim would put it) will rock ;)

2. Februar 2010

Institut Solidarische Moderne gegründet

Vielleicht hab ihr schon etwas in der Presse oder im Internet über das frisch gegründete sozial-ökologisch orientierte "Institut Solidarische Moderne" gehört, aber ich wollte neben einem Linkeintrag auch einen Blogbeitrag liefern, um dieses interessante Projekt bekannter zu machen und verweise daher auf den am 31. Januar in Berlin verabschiedeten Gründungsaufruf, aus dem nun ein Auszug folgt:

Die Zeit ist reif für einen neuen Politikentwurf. Die existenziellen gesellschaftlichen Gefahren verlangen politisch realisierbare Antworten. Die Probleme unserer Welt sind offenkundig: von den ökologischen und wirtschaftlichen Grenzen des bisherigen ressourcenvernichtenden Wachstums bis zum gravierenden Gefälle zwischen individueller Reichtumsanhäufung und um sich greifender Armut, von der alltäglichen Missachtung der Menschenrechte bis zu vielen neuartigen Konflikten und Friedensgefährdungen. Doch obwohl inzwischen all diese Probleme hinlänglich bekannt und Gegenstand zahlreicher Weltkonferenzen gewesen sind, haben sie sich in den letzten beiden Jahrzehnten dramatisch zugespitzt. Wesentlicher Grund dafür ist die Hegemonie des Neoliberalismus in Politik und Wirtschaft, der unter dem Deckmantel vermeintlicher „Ideologiefreiheit" und „Alternativlosigkeit" einen beispielhaften Siegeszug feierte – mit verheerenden Folgen für Mensch, Natur und Gesellschaft.

Ein substanzieller politischer Gegenentwurf zur Ideologie des Neoliberalismus ist überfällig. Zu lange wurde verkündet, dass es (leider) keine Alternative gebe. Manches auf der Welt mag „alternativlos" sein: Wer Probleme langfristig lösen will, anstatt kurzfristig Symptome zu bekämpfen, muss auch vernetzt und langfristig denken, dazu gibt es keine Alternative. Eine politische Position hingegen kann niemals alternativlos sein. Die politische Alternative zum Neoliberalismus muss die untrennbaren Wirkungszusammenhänge von Ökologie und Wirtschaft sowie von sozialen und kulturellen Bedürfnissen der Menschen beachten. Sie muss den Grundwerten der freiheitlichen Selbstbestimmung und der grenzüberschreitenden Solidarität verpflichtet sein. Diese Alternative entsteht nicht von selbst. Sie muss erdacht, entwickelt und erprobt werden. Die gemeinsame Suche nach Alternativen ist ein entscheidender Beitrag dazu, dass aus der danach fragenden gesellschaftlichen Mehrheit wieder eine politische Mehrheit in demokratischen Wahlen wird. Dafür gründen wir den Verein „Institut Solidarische Moderne".
Ich bin wirklich gespannt auf die Entwicklung des Instituts, ist es doch enorm wichtig, sowohl das Nachdenken über konkrete Alternativen und Strategien zu intensivieren und zu vernetzen als auch die politische Bildung und Aufklärung zu stärken und auszuweiten - warum nicht auch in reformistischer Absicht? Wenn das neue Institut dort einen Beitrag leisten kann, ist dies sehr zu begrüßen, auch wenn  aus meiner Sicht letztlich eine radikalere, antikapitalistische Perspektive in Theorie und Praxis nötig ist. Zugleich sollte die Dialektik zwischen Reform und Revolution nicht so verstanden werden, dass wir bis zur Revolution nichts tun sollten oder könnten. Gehen wir wie mein Prof. Georg Fülberth davon aus, dass der Kapitalismus noch fast 500 Jahre bestehen würde, sollten wir uns darum kümmern, die Gefahren dieses Gesellschaftsystems zu blockieren und zugleich seine Potenziale auszuschöpfen (Fülberth 2006: G Strich. Kleine Geschichte des Kapitalismus, S. 300). Auch wenn man diese Ziele natürlich reformistisch nennen kann, ist es sehr wohl wert darum zu kämpfen.

1. Februar 2010

Entsolidarisierung im Gesundheitswesen stoppen

Ich unterstütze schon länger alle möglichen Aktionen von campact und kann nur allen LeserInnen empfehlen, sich regelmäßig auf der Seite campact.de zu informieren und sich in den Newsletterverteiler einzutragen, um keine relevante Aktion zu verpassen. Das Angebot von campact ist sehr niedrigschwellig angelegt, damit möglichst viele Menschen in wenigen Minuten ausreichend informiert sind und dann aus Überzeugung an den jeweiligen Aktionen teilnehmen können.
Die folgende Aktion zur bereits realen "Mini-Kopfpauschale" bei einigen Kassen und der geplanten viel weitergehenden Kopfpauschale finde ich wichtig genug, um ihr einen eigenen Beitrag zu widmen. In einer Unterschriftenaktion und Appellen an die Verantwortlichen PolitikerInnen darf sich der Widerstand gegen die neoliberale "Gesundheitspolitik", die nichts anderes als Privatisierungspolitik mitten in der Krise des neoliberalen Kapitalismus ist, natürlich nicht erschöpfen. Dennoch ist dies ein Anfang, um über die beschleunigte Umverteilung auch im Gesundheitswesen zu informieren und dagegen zu mobilisieren.
Kampagne: Kopfpauschale stoppen!
Gesundheitsminister Rösler plant einen radikalen Umbau des Gesundheitswesens. Er will mit der Kopfpauschale einen Einheitsbeitrag einführen: Die Entlastung der Gutverdienenden müssten dann die Geringverdienenden stemmen. Der eingefrorene Arbeitgeberanteil zieht den ArbeitnehmerInnen zusätzlich das Geld aus der Tasche. Und mit dem Ausbau von Zusatzversicherungen werden Geringverdienende und Kranke im Wettbewerb der Kassen auf der Strecke zu bleiben: Stoppt  diese Politik! Fordert eine konsequente und solidarische Weiterentwicklung im Gesundheitswesen. Zur Online-Aktion geht's hier

Und hier noch ein Video mit Infos zur aktuellen Lage und zur Aktion:
Für eine solidarische, alle Einkünfte erfassende Versicherung für alle!
 
Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken &handeln! Willst du auch an der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien:
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