5. April 2012

Ostermarsch 2012

Wie seit über 50 Jahren ruft die Friedensbewegung auch 2012 zu Ostermärschen in vielen Städten auf. Ich werde am Karfreitag, 6. April 2012, in Bruchköbel (Aufruf) demonstrieren und über die "Aktion Aufschrei - Stoppt den Waffenhandel", die neue Kampagne gegen Rüstungsexporte reden.
Am Ostermontag, 9. April 2012, folgt der Ostermarsch in Frankfurt (Aufruf). An beiden Orten werden wir mit nachgemachten "Panzern" (siehe Foto) auf den Skandal des geplanten Exports von 270 Leopard 2-Kampfpanzern nach Saudi-Arabien aufmerksam machen. Gründe für die Ostermärsche gibt es leider immer noch genug. Also: Heraus zum Ostermarsch 2012!

Mehr Infos zu beiden Ostermärschen unter pax-christi.de und zu allen bundesweiten Ostermärschen hier.

Mehr Infos zur Aktion Aufschrei unter aufschrei-waffenhandel.de

Bei Interesse könnt ihr euch gerne an mich wenden.

28. März 2012

atomwaffenfrei.jetzt

Die Zeit für ein Verbot von Atomwaffen ist reif! Die neue Kampagne für die Abschaffung aller Atomwaffen "atomwaffenfrei.jetzt" ist am 26. März 2012 gestartet. Hier der aktuelle Clip (Link):

Mehr Infos auf: http://www.atomwaffenfrei.de

22. März 2012

Global Bewegt in Rhein-Main

Unter dem Motto "Global Bewegt!" sind seit 2010 im Rhein-Main-Gebiet Gruppen in Mainz und Frankfurt  globalisierungskritisch aktiv und organisieren z.B. Aktionswochen, die insbesondere junge Leute ansprechen sollen.

oder auf facebook: Projekt- und Hochschulgruppe "Global bewegt"

Die nächsten Aktionswochen im Frühjahr 2012:

20. März 2012

Frankreichs fremde Patrioten

Nach langer Zeit komme ich endlich mal wieder zum Bloggen - ich war sehr beschäftigt in den letzten Wochen...

Den Beitrag wollte ich schon länger schreiben. Inspiriert dazu hat mich die Lesung "Paris - Boulevard St. Martin No. 11" mit Silvia Gingold und Dr. Ulrich Schneider im Café Amélie im Gießener DGB-Haus im vergangenen Sommer. Das Buch (Angaben siehe unten) mit der Lebens- und Kampfgeschichte von Ettie und Peter Gingold empfehle ich gerne zur Lektüre. Eine Besprechung dazu findet sich hier. Dort werden Peter Gingolds Erinnerungen zurecht als "ein Beitrag gegen das Vergessen und (...) Mutmacher in den vor uns liegenden Kämpfen um eine bessere Welt" (Sonja Axen, zit. von Horst Gobrecht) bezeichnet. Alle Interessierten mögen sich selbst ein Bild machen.

Wer lieber oder zusätzlich einen Film schauen mag, sollte weiterlesen. Der bis zu seinem Tod 2006 rastlose Antifaschist Peter Gingold ist nämlich einer der Interviewten in der Dokumentation "Frankreichs fremde Patrioten - Deutsche in der Résistance", die ich gerne empfehlen möchte. Dieser Filmbeitrag zur deutsch-deutsch-französischen Geschichte aus dem Jahre 2006 kann in einer Playlist in voller Länge (ca. 50 min.) angesehen werden.
Weitere Infos zur Dokumentation von arte.tv:
"Während des Zweiten Weltkrieges kämpften in der französischen Résistance auch eine Reihe von deutschen Gegnern des nationalsozialistischen Regimes. Einige von ihnen erzählen in der Dokumentation von den damaligen Aktionen. Sie schildern aber auch die Zeit nach dem Krieg, als sie in der Bundesrepublik bei vielen Deutschen als Verräter galten, während sie in der DDR als Antifaschisten geehrt wurden.
Rund 3.000 Deutsche kämpften während der Zeit des Dritten Reiches in der französischen Résistance. Die meisten von ihnen waren Verfolgte der Nationalsozialisten: Kommunisten, Juden und andere Regimegegner, die aus Deutschland fliehen mussten. Patriot zu sein, hieß für sie auf Seiten der Alliierten gegen die Nazis zu kämpfen. Heute leben nur noch wenige dieser "aufrechten Patrioten", wie der französische Philosoph Jean-Paul Sartre sie nannte. Zu ihnen gehören auch Peter Gingold und seine Familie sowie Kurt Hälker und Henriette Dreifuss. Sie erzählen von den Erlebnissen, die sie dazu bewogen haben, sich der Résistance anzuschließen und gegen die deutschen Besatzer, die immerhin ihre Landsleute waren, zu kämpfen. Sie schildern die konkreten Aktionen, die Verfolgung, die Haftbedingungen und die Folter in den Gestapo-Gefängnissen, aber auch ihre Rolle beim Aufstand zur Befreiung von Paris."


Buch:
Peter Gingold, Paris - Boulevard St. Martin No. 11. Ein jüdischer Antifaschist und Kommunist in der Résistance und der Bundesrepublik. Herausgegeben von Ulrich Schneider, 2009, Köln: PapyRossa Verlag, 188 Seiten, 14,90 €, ISBN 978-3-89438-407-4

7. Januar 2012

Brot und Rosen? Si se puede, Yes we can!

Vor 100 Jahren streikten die Textilarbeiterinnen von Lawrence/Massachusetts für ein besseres Leben, in ihren Worten für Brot und Rosen. Im Streik entstand das Lied "Brot & Rosen", das ein Symbol der proletarisch-sozialistischen Frauenbewegung wurde. Die Bedeutung: "Wir brauchen Brot, um materielle Voraussetzungen für ein Leben ohne Hunger und Armut zu haben, und Rosen, um die Schönheit des Lebens genießen zu können" (Quelle).

Holger Burner hat den Arbeitskampf der Reinigungskräfte in LA, der in Ken Loachs Bread and Roses (Filmtrailer; Interview mit Ken Loach) porträtiert wird und der in der Tradition des Kampfs der Textilarbeiterinnen von 1912 steht, in folgendem Stück verarbeitet: Videolink

Liedtext "Maria (si se puede) (Yes we can)" und mp3-Download
Text des Lieds "Brot & Rosen" der Textilarbeiterinnen

Ein kleiner, aber feiner Beitrag für Geschichte und aktuelle Kämpfe der Gewerkschafts- und Frauenbewegung und anderer sozialer Bewegungen. Das Originallied findet sich hier und ein weiterer Rückblick auf den Streik vor 100 Jahren hier.

Weiterer Blogbeitrag zu Ken Loach
 
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