9. Dezember 2008

Change We Can't

Passend zum letzten Beitrag hier der Anfang eines kritischen IMI-Beitrags über Obamas Außenpolitik auf deutsch, hier auch als pdf.

Barack Obama, der Siegeszug der "War-Democrats" und die Re-Vitalisierung der NATO

"Amerika hat ein Einparteiensystem mit zwei rechten Flügeln." Gore Vidal

Unbestreitbar haben die letzten acht Jahre unter der Präsidentschaft George W. Bushs den USA aber auch dem Rest der Welt schweren Schaden zugefügt. Vor diesem Hintergrund erhoffen sich viele – auch und gerade in Europa – vom neuen US-Präsidenten Barack Obama wahre Wunderdinge – eben jenen grundlegenden Wandel der US-Außenpolitik, der vom neuen Amtsinhaber so vollmundig während seines Wahlkampfes versprochen wurde.
Um nicht missverstanden zu werden: sicherlich ist die Tatsache, dass mit Obama nun erstmals ein Afro-Amerikaner ins Weiße Haus einziehen wird, vorbehaltlos zu begrüßen und wird sich vermutlich auch längerfristig positiv auswirken. Auch setzt sich sein innenpolitisches Programm deutlich von dem seines unterlegenen Herausforderers John McCain ab. Angesichts des offensichtlich kritischen Gesundheitszustandes McCains war zudem allein schon die Aussicht, dass im Falle seines Todes Sarah Palin als dessen Nachfolgerin ins Präsidentenamt aufgestiegen wäre, schlichtweg gruselig.
Dennoch darf man jedoch nicht die Augen davor verschließen, dass den an Obama gerichteten friedenspolitischen Erwartungen bald der große Katzenjammer folgen dürfte. Spätestens seit nun die wichtigsten Posten seines künftigen Kabinetts vergeben wurden, ist Ernüchterung angesagt: sein Team steht für eine Fortsetzung der aggressiv-militaristischen US-Außenpolitik, die sich allenfalls taktisch und rhetorisch, nicht aber in der Substanz von der seines Vorgängers unterscheiden wird. Von den Kriegen im Irak und in Afghanistan über die grundsätzliche Haltung gegenüber Militäreinsätzen bis hin zum Verhältnis mit Russland deutet leider wenig darauf hin, dass mit einer grundsätzlichen Wende zu rechnen ist.
Einzig was die während Bushs Amtszeit schwer beschädigten transatlantischen Beziehungen anbelangt, dürfte eine grundlegende Neuausrichtung anstehen. Denn auch den US-Eliten ist klar, dass eine – taktische – Anpassung der US-Außenpolitik angesichts der desaströs verlaufenden Kriege im Irak und in Afghanistan zwingend erforderlich ist. So deutet einiges darauf hin, dass Obama – nicht zuletzt aufgrund der großen wirtschaftlichen Probleme der USA – versuchen wird, die EU-Staaten künftig deutlich stärker militärisch in die Pflicht zu nehmen, auch sie sollen einen angemessenen Beitrag zur Aufrechterhaltung der westlich dominierten kapitalistischen Ordnung leisten. Im Gegenzug dürfte der Einfluss der EU-Staaten innerhalb einer insgesamt gestärkten NATO deutlich aufgewertet werden, um ihnen diesen Deal schmackhaft zu machen: "Der 'unilaterale' Ansatz, der von Bushs demokratischen Kritikern als strategischer Fehler attackiert wurde, wird nun korrigiert und eine erneuerte NATO wird das Symbol hierfür sein."

Ganzer Artikel

8. Dezember 2008

Change We Can Believe In?

I would like to recommend an interesting article by John Horvath on Telepolis: Change We Can Believe In?. I have copied the first and the last paragraph. You can find the whole article here.
Hier mal ein interessanter Telepolis-Artikel auf Englisch: Change We Can Believe In?

Even before Barack Obama takes office, it looks as if America is in for more of the same

One of focal points of Barack Obama's run for the presidency, both during the primaries and the presidential election, is his emphasis on the need for change. By this he meant getting rid of the same old practices in Washington which had led to stale politics in America for over a decade. This not only was a reference to his predecessor George W. Bush and the Republicans, but also his Democrat rival Hillary Clinton. He promised a complete break with the past and that he would chart a new course which would deliver peace and prosperity to the US.
(...)
Thus, many who voted for Barrack Obama were hoping for concrete change and therefore placed their vote in what they believed would not be a mouthpiece for a business agenda. Yet financial institutions and major corporations, which are Obama's major contributors, also think he's fine which suggests that fundamental change won't be forthcoming. Hence, as his early appointments reveal, those who voted for a change they can believe in may be in for a nasty surprise.

Complete article

7. Dezember 2008

Reichtum verschärft Armut

Und wo wir schon mal wieder bei FR-Karikaturen von Thomas Plaßmann sind, gibt's gleich noch die vom 28.11.2008 zum Thema Armut und Reichtum in der BRD: Konkret wird hier zurecht nebeneinander gestellt, dass in dem menschenunwürdigen HartzIV-Regelsatz nicht ein Cent für Schulmaterial vorgesehen ist (wohl leider nicht finanzierbar), gleichzeitig aber problemlos schier unzählige Milliarden an Banken fließen. Kurzum wird hier noch unverblümter als sonst Klassenkampf von oben betrieben. Und kaum ist die Krise - wenn auch nur kurzfristig oder scheinbar - überwunden, werden die riesigen zur Rettung der kapitalitischen Profiteure angehäuften Staatsschulden als Begründung für den weiteren drastischen Abbau von öffentlichen Leistungen verwendet werden. Bleibt nur die Frage, wann die subalternen Klassen dies erkennen und sich gegen dieses Ausbeutungssystem zur Wehr setzen werden. Momentan bewegt sich leider viel zu wenig.

Leiharbeit: ein Reinfall

Diese Karikatur von Thomas Plaßmann aus der FR vom 28.11.2008 bringt auf den Punkt was Leiharbeit für die Beschäftigten insbesondere in Krisenzeiten ist: ein Reinfall. Aber was in unserem Wirtschaftssystem zählt ist ja nun einmal nicht das Wohlergehen der Bevölkerung, sondern die möglichst hohe Flexibilität fürs Kapital. Massenentlassungen in Krisen insbesondere von prekär Beschäftigten sind also nicht nur absehbar, sondern von den Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik - entgegen der Rhetorik vieler PolitikerInnen - gewollt oder werden zumindest als unvermeitlich angesehen.

1. Dezember 2008

Earthlings

EARTHLINGS is a feature length documentary about humanity's absolute dependence on animals (for pets, food, clothing, entertainment, and scientific research) but also illustrates our complete disrespect for these so-called "non-human providers." The film is narrated by Academy Award nominee Joaquin Phoenix (GLADIATOR) and features music by the critically acclaimed platinum artist Moby.
With an in-depth study into pet stores, puppy mills and animals shelters, as well as factory farms, the leather and fur trades, sports and entertainment industries, and finally the medical and scientific profession, EARTHLINGS uses hidden cameras and never before seen footage to chronicle the day-to-day practices of some of the largest industries in the world, all of which rely entirely on animals for profit. Powerful, informative and thought-provoking, EARTHLINGS is by far the most comprehensive documentary ever produced on the correlation between nature, animals, and human economic interests. There are many worthy animal rights films available, but this one transcends the setting. EARTHLINGS cries to be seen. Highly recommended!

Description in German, streaming in other languages (subtitles) and download at http://veg-tv.info/Earthlings.

Trailer:


Earthlings Director Featurette:


Full Video Stream (95 min):


 
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