27. Februar 2007

Rückblick auf die letzten Tage

Nun möchte ich ausführlicher über die vergangenen Tage berichten.

Am 19.2. flog ich von Singapur nach Bangkok und lernte im Flugzeug Joseph aus Prag kennen und unterhielt mich den Grossteil des Fluges mit dem netten Rentner.
Ueber Bangkok habe ich ja schon was geschrieben. Am Tag meines Fluges nach Hanoi (21.2.) wachte ich glücklicherweise gegen halb zehn auf. Der Weckdienst, um den ich für 9 Uhr gebeten hatte, war nämlich nicht vorhanden und ich musste gegen kurz nach 10 los, um meinen Flug sicher zu erreichen! Uff...
Diesmal fuhr ich für schlappe 100 Baht mit dem Bus. Die Flugzeit vertrieb ich mir mit einer französischen Komödie.
Am Flughafen in Vietnam wartete Mai Anh zu meiner freudigen Überraschung bereits auf mich :-))
Nach Begrüßung der Familie und kurzem Plaudern besichtigte ich mein Zimmer mit eigenem Bad und räumte meine Sachen ein. Nachdem ich mich frisch gemacht hatte, gab es lecker Abendessen: Reis, Hähnchen, Gemüsesuppe, Schweinefleisch, scharfes Gemüse und eine Spezialität zum hier gerade stattgefundenen Neujahrsfest. Das besonders Schöne: JedeR nimmt sich, was er/sie mag,alles wird geteilt und es schmeckt hervorragend! Anschliessend unterhielten wir uns über Vietnam und Deutschland: Es gab Touritipps vom Vater und einen Austausch über deutsche Politik mit der Mutter.
Tags darauf wurde ich Millionär - leider nur in vietnamesischen Dong durch Geldwechsel: 50 € = 1 Mio Dong. Nachdem ich mich etwas im Jonglieren geuebt hatte, machte ich einen Spaziergang zum nahe gelegenen Park mit einem See. Danach lerne ich etwas, auf vietnamesisch zu lesen.
Am 23.2. sprach ich mit mai Anhs Vater über Reisen (als Professor ist er sehr viel herumgekommen) und seine Studien- und Dissertationszeit in der Sowjetunion.
Abends kaufte ich mir eine vietnamesische SIM-Karte, sodass ich mein Handy (also auch meinen "Fotoapparat") wieder benutzen und meine Eltern anrufen konnte.
Zum Besuch von Mai Anhs Schwester gab's Feuertopf als Abendessen, bevor ie Nachbarn auf einen Tee besucht wurden.
Am Samstag waren wir (Mai Anh, ihre franzoesische Arbeitskollegin bei der Konrad-Adenauer-Stiftung Adeline, zwei weitere Freundinnen und ich) von morgens bis abends in der Stadt. Wir besichtigten zwei Tempel, hatten guenstiges Mittag- und Abendessen fuer ca. 50 cent auf der Straße und fuhren - wie schon geschrieben - Ruderboot. Zudem sahen wir das Haus von Hi Chi Minh und genossen den tollen Ausblick vom Dach eines Hotels, nachdem wir Eis essen waren. Abends entspannten wir uns bei Live-Musik in einem Jazzclub, bevor wir mit dem Moped - dem Hauptverkehrsmittel in Hanoi - zurück fuhren.
Am Sonntag waren wir praktisch den ganzen Tag im aeusserst interessanten Ethnischen Museum, in dem wir viel ueber die vietnamesischen Minderheiten und die Bao Cap oder Subventionswirtschaft genannte Zeit zwischen 1975 bis 1986. In der Stadt traute ich dann meinen Augen nicht: Nicht nur dass VietnamesInnen schon mal im Schlafanzug durch die Stadt spazieren. Nein, ich sah kurz hintereinander VIER erwachsene Männer auf einem Roller und dann sogar FUENF Menschen (zwei Frauen und drei Kinder) auf ein un demselben Roller! Ich versuche diese aussergewoenlichen Sachen noch zu fotografieren, sionst glaubt mir das ja keiner in Europa...
Nachdem ich endlich ein Internetcafe gefunden hatte und mich mit einer neuen Nachricht melden konnte, traf ich auf der Fahrt zurueck "nach Hause" den netten Vietnamesen Thuy im Bus und unterhielt mich sehr gut mit ihm. Ueberhaupt wird mensch als Europäer oft angesprochen, sowohl von VietnamesInnen als auch von Leuten aus dem Westen.
Gestern und heute arbeitete ich schliesslich an meiner Hausarbeit ueber internationale Finanzmärkte, sodass ich sie wohl fristgerecht morgen fertig habe. Dann habe ich noch mehr Zeit fuer Urlaubsfreuden, obwohl ich ja noch eine weitere Hausarbeit ueber Direkte Demokratie bs April fertigstellen und eine VWL-Hausarbeit zumindest auf Reisen beginnen muss.
So, nun wisst ihr fast alles, was mir bisher in Asien so widerfahren ist.
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