27. März 2009

Kriegsverbrechen im Gazastreifen

Anschliessend an meinen letzten Beitrag über die grotesken und teilweise menschenfeindlichen modischen Launen der israelischen Soldaten möchte ich einige interessante aktuelle Artikel zum Thema Israel empfehlen. Zunächst einmal hat Netanjahu es tatsächlich geschafft, eine rechte Koalition unter Beteiligung der Arbeiterpartei zu zimmern. Was das für den Friedensprozess bedeutet kann sich jedeR selbst ausmalen. Der telepolis-Artikel erläutert diese Entwicklung und weist im Schlussteil auf neue Vorwürfe gegen die israelische Kriegsführung im Gazastreifen hin. Der Guardian hat dazu seine Nachforschungen in Videos und Artikeln veröffentlicht. Genauso zu kritisieren sind natürlich auch Kriegsverbrechen von Hamas oder anderen bewaffneten palästinensischen Gruppen während des Kriegs wie der Missbrauch von Zivilisten als Schutzschilde bzw. deren Häuser als Raketenabschussbasis, aber auch davor und danach wie der ständige Raketenbeschuss ziviler Ziele wie Sderot, die auch nicht durch die Invasion beendet werden konnten. Das offizielle Kriegsziel wurde somit, wie zu erwarten war, verfehlt. Es zeigt sich einmal mehr wie mörderisch, sinnlos und kontraproduktiv Krieg ist, auch und gerade für die Sicherheit Israels. Die israelische Reaktion auf die Vorwürfe der Bombardierung von Zivilisten, Krankenhäusern und -wagen, Nutzung menschlicher Schutzschilde und illegaler Einsatz von weissem Phosphor ist nicht überraschend: Laut Generalstabschef Gabi Ashkenazi hat Israel "eine der moralischsten Armeen der Welt". Augen zu und durch also. Kommen die Klagen von PalästinenserInnen sind das bestimmt Lügen und Rotes Kreuz, Menschenrechtsorganisationen u. ä. sind unerwünscht, denn sie konfrontieren die Militärs und PolitikerInnen mit der grausamen Realität.
Und nun werde ich mich wieder meiner aktuellen Aufgabe widmen, passend zum Beitrag, wenn auch mit gegenteiligem Ausgangspunkt: meine WiWi-Hausarbeit zum Thema Ökonomie des Friedens im Nahen Osten. Trotz der demotivierenden Entwicklung glaube ich ja immer noch, dass Frieden auch dort möglich ist.
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